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Allgemeine Fragen
zur Nutzung von
Multimedia
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Einführung

Allgemeine Fragen zur Nutzung von Multimedia

Einführend sollen an dieser Stelle einige Fragen zu Multimedia beantwortet werden:

» Was ist Multimedia?
» Ersetzt Multimedia bewährte Lernformen?
» Wie und wann kann Multimedia sinnvoll eingesetzt werden?
» Wie viel technisches Wissen braucht man?

 

Was ist Multimedia?

"Multimedia" meint im alltäglichen Sprachgebrauch die Kombination verschiedener technischer Geräte, um Informationen mit Hilfe multipler Darstellungsformen über verschiedene Sinnesmodalitäten zu vermitteln. Der Begriff "Multimedia" kann sich somit auf unterschiedliche Ebenen beziehen.

Technische Ebene:
Geräte zur Informationsvermittlung und Informationspräsentation
(Computer, Netzwerke, Speicher, Displaytechniken usw.).

Darstellungsebene:
Verwendung multipler Repräsentationsformen (Texte, Bilder, Diagramme).

Sensorische Ebene:
Ansprechen unterschiedlicher Sinnesmodalitäten (Auge, Ohr usw.).

 

Ersetzt Multimedia bewährte Lernformen?

Nein. Erfolgreiches Lehren und Lernen erfordert immer eine geeignete Lehr- und Lernkultur, die wiederum den persönlichen Kontakt und die direkte Face-to-Face-Kommunikation zwischen Lehrenden und Lernenden verlangt. Ein Fernstudium nur mit Multimedia ist allenfalls ein Notbehelf, jedoch keine echte Alternative zum herkömmlichen Präsenzstudium. Der Einsatz von Multimedia kann jedoch bewährte Lernformen sinnvoll ergänzen.

 

Wie und wann kann Multimedia sinnvoll eingesetzt werden?

Der Einsatz von Multimedia kann jedoch bewährte Lernformen sinnvoll ergänzen, indem zusätzliche Informationen eingebracht werden, die Informationsvermittlung abwechslungsreicher gestaltet wird und indem ein zeitlich sowie räumlich flexibleres Lernen möglich wird. Eine vielfältigere Repräsentation von Inhalten kann neue Zugänge zum Lernstoff eröffnen und verschiedenen Lernstilen Rechnung tragen.

Ob Multimedia in einer Lehrveranstaltung im Vordergrund steht oder unauffällig im Hintergrund eingesetzt wird, bleibt letztlich dem Lehrenden überlassen. Die Formen der Nutzung reichen von der Anmeldung zur Veranstaltung per e-mail oder Formulare und Recherchen im Internet vor der Veranstaltung über die technologiegestützte Aufbereitung und Präsentation von Informationen sowie Simulationsprogrammen während der Veranstaltung bis zur netzgestützten Evaluation nach der Veranstaltung oder nach einem Veranstaltungsabschnitt. Hinzu kommt die Bereitstellung von Lehrmaterial im Intranet oder Internet zur Vorbereitung und Nachbereitung von Lehrveranstaltungen oder die Sprechstunde per e-mail, bei der Fragen an Lehrende und deren Antworten zu beliebigen Zeitpunkten erfolgen können.

 


Wie viel technisches Wissen braucht man?

Viel weniger als es auf den ersten Blick erscheint. Die wichtigste Voraussetzung ist zunächst nur ein gesundes Maß an Neugier und Aufgeschlossenheit gegenüber neuen Technologien. Wie überall werden Kenntnisse und Fähigkeiten auch hier Schritt für Schritt erworben.

Als Einstiegsniveau sollten der Umgang mit einen PC, die Nutzung von Textverarbeitungs- und Präsentationsprogrammen (z.B. Powerpoint), von e-mail-Programmen und Internet-Browsern beherrscht werden. Die Nutzung von Lernplattformen erfordert etwas Einarbeitung, ist aber ebenso machbar. Wichtigstes Lernprinzip ist hier das bewährte Learning by Doing.

Lehrende sollten natürlich keine Techniken einsetzen die sie nicht vorher selbst einmal ausprobiert haben. Ein Dozent, der den Einsatz von neuen Medien plant, muss jedoch kein Technologieexperte sein, denn umgekehrt ist ein Dozent mit großem technischem Wissen nicht notwendig auch in der Lage, die neuen Medien didaktisch sinnvoll einzusetzen.

Das Einarbeiten in die Verwendung neuer Medien sollte sinnvoll dosiert erfolgen: Der Aufwand für das Erlernen einer neuen Technik darf nicht so groß werden, dass die eigentliche didaktische Gestaltung des Lehr-Lern-Prozesses darunter leidet.

 

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LIMA / Universität Landau 2004
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