| Gestaltung - Didaktische Entscheidungen - Lehr- und Lernformen |
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| Aktives und reflexives Vorgehen
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Ein Alternieren zwischen situationsgebundenenen Handlungen und situationsübergreifenden Konzeptualisierungen ist für den Aufbau intelligenter Wissensstrukturen offensichtlich notwendig. Das Erlernen von Konzepten ohne Handlungsbezug begünstigt das Entstehen von sog. trägem Wissen. Konzeptuell unfundiertes Handeln kann zwar zu relevanten Erfahrungen führen, die aber ohne Generalisierungen isolierte Episoden bleiben.
Lehr-Lern-Ansätze unterscheiden sich hier in Ausgangspunkt und Gewichtung. Im Instruktionsparadigma wird die Bedeutung differenzierter und strukturierter konzeptueller Landkarten betont und als unbedingte Voraussetzung für (späteres) professionelles Handeln angesehen, welches daraus deduktiv abgeleitet wird. Alternative Paradigmen wie "Action Learning", Erfahrungslernen oder "cognitive apprenticeship" dagegen gehen von konkreten Situationen aus, die aus verschiedenen Perspektiven problematisiert werden, um induktiv erfahrungsnahe, flexible und unmittelbar handlungsstützende Orientierungen zu gewinnen. Das problembasierte Lernen kann zuletzt als ein Modell angesehen werden, in dem beide Vorgehensweise, aktiv und reflexiv, funktional von gleichrangiger Bedeutung sindund von Anfang bis Ende parallel eingesetzt werden müssen.
Insgsamt geht es wiederum nicht um ein strenges Entweder-Oder bzw. Zuerst-Zuletzt von aktivem und reflexivem Vorgehen, sondern um die Frage, für welche Zielgruppen und Lehr-Lern-Ziele welche Schwerpunktsetzung und Sequenzierung angemessen ist. Novizen (in einem Fachgebiet oder in bezug auf Lernprozesse allgemein) sind häufig überfordert, wenn sie sofort aktiv tätig werden müssen. Auf der anderen Seite besteht leicht die Gefahr, dass ohne gemeinsame Praxis der Bezug zum vorhandenen Wissen nicht hergestellt werden kann und die Konzeptvermittlung somit scheitert. Für anwendungsfähiges Wissen müssen selbstverständlich ausreichende Übungsmöglichkeiten in realistischen Settings angeboten werden.
Multimedia kann beide Vorgehen und auch ihre Verknüpfung unterstützen.
Concept maps, Glossare, Formulare und andere Organizer helfen den Überblick in komplexen Begriffsstrukturen zu gewinnen und zu bewahren. Dazu kommen statistische Auswertungen von Metadaten auf Knopfdruck (z.B. Häufigkeit bestimmter Termini in den Suchanfragen aller Nutzer). Durch Hyperlinks können diese Strukturierungshilfen aus den verschiedenen Anwendungskontexten einer netzbasierten Umgebung jederzeit aufgerufen werden. Intuitiv bedienbare grafische Benutzeroberflächen, kontextsensitive Hilfen, Benachrichtungen, sowie Workflow- und Projektmanagement-Komponenten wiederum helfen, im elektronischen Raum handlungsfähig und effektiv zu sein.
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