Die Reproduktion vorhandenen Wissens ist das einfachste und grundlegendste Lehr-Lern-Ziel. Es gibt zwei ineinander greifende Arten von Wissen, die dafür notwendig sind:
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Fakten, Regeln und Prozeduren, also Wissen erster Ordnung |
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Vernetzung und Indizierung dieses Wissens im Sinne von Zugriffsstrukturen |
Es werden üblicherweise zwei Varianten der Reproduktion von Wissen unterschieden, nämlich:
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Wiedererkennen |
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Wiedergeben |
Wiederkennen ist einfacher als Wiedergeben, weil es eine geringere kognitive Leistung erfordert.Das Wiedererkennen kann durch anschauliche Repräsentationen und durch distinktives Design gefördert werden. Wiedergeben kann durch eine Ähnlichkeit der Lern- und Testsituation gefördert werden.
| Erwerb von Wissen und Multimedia
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Das Lehrziel der reinen Wissens-Reproduktion ohne Hilfsmittel ist heute durch den immer schnelleren und umfassenderen Zugriff auf beliebige Informationen durch Digitalisierung und Internet-Technologien relativ gesehen von abnehmender Bedeutung. Dagegen wird die Bedeutung von multiplen Meta-Informationen und effektiven Navigations- und Zugriffsstrukturen immer ausschlaggebender. Hierbei wirken beim multi- und hypermedial unterstütztem Lernen externale und internale Repräsentationen zusammen.
In einer von Informations- und Kommunikationstechnologien geprägten Welt ist es sinnvoll, diese auch in Lern- und Testsituationen einzubeziehen. Als effektive Leistung einer Person bei der Reproduktion von Wissen wäre also das Niveau anzusehen, welches in einem bestimmten Zeitintervall mit Hilfe der inzwischen üblichen digitalen Medien (externe Speicher, Suchmaschinen, Internet-Ressourcen etc.) erreicht wird.
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