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Auditive vs.
visuelle Präsentation von Texten in multimedialen Lernumgebungen |
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Ziel: Multimediale Präsentationsformen von Lernmaterialien bieten die Möglichkeit, Textanteile sowohl auditiv als auch visuell darzubieten. Ziel der Untersuchung ist es, die Auswirkungen dieser unterschiedlichen Präsentationsmodalitäten auf den Lernerfolg zu klären und dabei der Frage nachzugehen, ob es einen Unterschied gibt in der Verarbeitung von auditiv bzw. visuell präsentierten Texten je nachdem, ob diese Texte einen expliziten Bezug zu einem Bild aufweisen oder nicht. Theoretischer Hintergrund: Die Verarbeitung von gesprochenem oder geschriebenem Text in Kombination mit Bildern stellt eine hohe Anforderung an den Lerner im Umgang mit multimedialen Lernumgebungen dar. Als klaren Vorteil von geschriebenem Text kann die deutlich höhere Selbststeuerung durch den Lerner angeführt werden. Er ist bei visueller Präsentation der Inhalte in der Lage, schwierige Passagen mehrmals zu lesen, weniger wichtige Textelemente nur kurz zu überfliegen und insgesamt die Lesegeschwindigkeit an seine individuelle Verarbeitungsgeschwindigkeit anzupassen. In der Kombination mit Bildern kann dieser Vorteil visueller Präsentation aber auch sehr schnell zum Nachteil werden. Werden zwei visuelle Reize dargeboten (Text und Bild), so muss der Lerner zwischen beiden Informationen wechseln, sie miteinander in Einklang bringen und Verbindungen zwischen beiden aufbauen. Da ihm dabei nur eine begrenzte Menge an visueller Aufmerksamkeit zu Verfügung steht, muss er diese auf zwei visuell dargebotene Inhalte aufteilen (split attention). Dieser Problematik kann man durch eine auditive Präsentation des Textes begegnen, wobei hier wiederum die o.g. Selbststeuerung durch den Lerner auf der Strecke bleibt. Die Studie beschäftigt sich mit der Frage, inwieweit die Vorteile beider Präsentationsformen in adäquater Weise kombiniert werden können und welche Rolle dabei der Bildbezug der Texte spielt. Methode: Um die genannte Frage zu untersuchen, bot es sich an, Textanteile mit explizitem Bildbezug und Textanteile ohne expliziten Bildbezug voneinander zu trennen und in einem experimentellen Setting die Präsentationsmodalität zwischen auditiv und visuell systematisch zu variieren. Weiterhin wurde die Dauer der Bildpräsentation variiert. Ergebnisse: Erste Ergebnisse weisen daraufhin, dass Texte mit explizitem Bildbezug bei auditiver Präsentation, Texte ohne expliziten Bildbezug bei visueller Präsentation zu höherem Lernerfolg führen.
Veröffentlichungen: Hauck, G. (2004). Effekte von
ModalitätspräferenzenEffekte von Modalitätspräferenzen beim
Wissenserwerb mit multimedialen Lernsystemen. Dissertation. Universität
Koblenz-Landau. |
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