Günther Volz
Als Michel Bréal zur Welt kam, demonstrierten Deutsche, Franzosen und Polen auf dem Hambacher Volksfeste für die Einheit und Freiheit Europas. Als er starb, lagen sich Deutsche und Franzosen in den Schützengräben gegenüber. Michel Bréal war zeit seines Lebens ein Mittler zwischen dem deutschen Geiste und dem französischen Esprit, trotz mancher persönlicher Kränkung und mancher politischer Krise. Das Ziel Bréals und seiner Freunde war die europäische Republik des Geistes. Der Beitrag versucht, den Lebensweg dieses großen Europäers aufzuzeigen.
Inhalt:
1. Kindheit und Jugend
2. Im Zweiten Kaiserreich
3. Der Bruderkrieg von 1870/71 und die Folgen
4. Eine Schule für die Republik
5. Die Republik in der Krise
6. Die letzten Lebensjahre (1905-15)
7. Das Vermächtnis Bréals
Literaturverzeichnis
Pascale Rabault-Feuerhahn
Michel Bréals Verhältnis zu Franz Bopps Gedankengut ist durch seine Übersetzung der Vergleichenden Grammatik und seine Äußerungen zum Wert und Zweck der Indogermanistik gut dokumentiert. Dagegen weiß man wenig über seine Beziehungen zu Albrecht Weber, dem anderen wichtigen Professor seiner deutschen Studienjahre. Diese Seite von Bréals Biographie soll im Folgenden durch seine Briefe an den Berliner Sanskritgelehrten erhellt werden. Die Briefe sind zwischen dem Sieg Preußens bei Sadowa und der Belagerung von Paris entstanden. Sie beleuchten Bréals komplexe Stellung zwischen Frankreich und Deutschland auf besonders eindrucksvolle Weise.
Inhalt:
1. In der Schule der deutschen Wissenschaft
1.1. Paris, Berlin und die Entwicklung der Sanskritstudien in Europa
1.2. Albrecht Weber, Lehrer und Kollege
1.3. 1866-71: Aufkommende preußische Vorherrschaft
2. Wege der deutschen Wissenschaft nach Frankreich
2.1. Bréal im Umkreis der Befürworter der deutschen Methoden in Frankreich
2.2. Die vielfältigen Formen des Transfers
3. Von den Schwierigkeiten der internationalen Verständigung
3.1. Wissenschaftstransfer zwischen Engagement und kritischem Abstand
3.2. Die schmerzhafte Erfahrung des Krieges
3.3. Epilog
4. Briefe Michel Bréals an Albrecht Weber
4.1. Paris 12.01.1866
4.2. Paris 18.02.1866
4.3. Paris 17.10.1866
4.4. Paris 27.03.1867
4.5. Paris 14.11.1869
4.6. Paris 04.05.1870
4.7. Clamart 21.06.1870
4.8. Lüttich 25.09.1870
4.9. Lüttich 09.10.1870
4.10. Lüttich 01.11.1870
4.11. Lüttich 27.12.1870
4.12. Lüttich 10.01.1871
Literaturverzeichnis
Hans W. Giessen
Lew Nikolajewitsch Tolstoij (1828-1910) gilt als einer der Giganten der Weltliteratur; sein 1878 erschienener Roman Anna Karenina ist eines seiner wichtigsten Werke. In diesem Roman gibt es nun eine Passage, in der wir eine kleine Hommage an Michel Bréal finden. Die Hommage ist heute nahezu unverständlich. Übrigens war sie wohl schon kurze Zeit, nachdem Tolstoij den Roman schrieb, den Zeitgenossen nicht mehr erklärlich. Der folgende Beitrag soll sie wieder zugänglich machen; damit verweist er auch auf die Person Michel Bréals und belegt ihre Bedeutung – damals. Der Beitrag zeigt nämlich auch, wie schnell der Ruhm verloschen ist.
Inhalt:
1. Die Textpassage
2. Michel Bréals ,Eugubinische Tafeln’
3. Erklärungsversuche für die Nennung der Studie zu den ,Eugubinischen Tafeln’ im Roman Anna Karenina
4. Die Nennung der ,Eugubinischen Tafeln’ in verschiedenen Übersetzungen von Tolstoijs Anna Karenina
5. Nachwort
Literaturverzeichnis
Norbert Müller
Der Marathonlauf ist einer der wirkungsmächtigsten „Erfindungen“ Michel Bréals. Sie steht in enger Verbindung zur Erfindung der Olympischen Spiele durch Pierre de Coubertin. Der Beitrag zeichnet die Erfindung des Marathonlaufs und die Verbindung zwischen Bréal und Coubertin, einschließlich ihrer Korrespondenz nach.
Inhalt:
1. Michel Bréal beim olympische Gründungskongress 1894 in Paris
2. Der Ursprung der Idee eines olympischen Marathonlaufs
3. Coubertin und die Antike
4. Bréal und die Idee des Marathonlaufs
4.1. Hintergründe
4.2. Umsetzung der Idee des Marathonlaufs in Athen
5. Der Erfolg des ersten Marathonlaufs von Athen 1896
6. Spätere Hinweise auf die Marathon-Idee bei Bréal und Coubertin
7. Nachtrag zur Korrespondenz Michel Bréals mit Coubertin
8. Abschließende Bewertung des Verhältnisses von Bréal zu Coubertin
Literaturverzeichnis
Heinz-Helmut Lüger
Die im Titel aufgeworfene Frage ist keineswegs nur rhetorischer Natur. Über die Bedeutung von Michel Bréal als Sprachwissenschaftler bestehen sehr wohl unterschiedliche Auffassungen. War er der Erfinder der Semantik? Oder nur ihr terminologischer Erneuerer? Welche Rolle spielt Bréal für die heutige Linguistik? Auf der Grundlage seines Hauptwerks, des Essai de sémantique von 1897, soll versucht werden, zu einer begründeten Einschätzung zu gelangen.
Inhalt:
1. Bréal – ein Sprachwissenschaftler des 19. Jahrhunderts?
2. Der Essai de sémantique – kopernikanische Wende oder Anpassung an den Zeitgeist?
2.1. Von der diachronen zur synchronen Sprachbetrachtung?
2.2. Von der Wortsemantik zur Satzsemantik?
2.3. Vom bilateralen zum multilateralen Sprachzeichen?
3. Bréal als Vorläufer der modernen Sprachwissenschaft?
Literaturverzeichnis
Brigitte Nerlich
Wer die Anfänge der Semantik in Frankreich untersuchen will, muss sich verstärkt mit Autoren aus dem 17. und 18. Jahrhundert befassen. Hiervon ausgehend wird versucht, den Bogen zu schlagen zum ausgehenden 19. Jahrhundert, insbesondere zur biologistisch geprägten Perspektive eines Arsène Darmesteter. Im Mittelpunkt steht sodann die psychologisch inspirierte Semantik Michel Bréals. Herausgearbeitet werden dabei sowohl die Grundzüge seiner diesbezüglichen Arbeiten als auch die für die heutige Sprachwissenschaft relevanten Ansätze und Einsichten.
Inhalt:
0. Einleitung: Semantik in Frankreich vor 1800
1. Semantik in Frankreich vor 1866: Zwischen Rhetorik und Völkerkunde
1.1. Chevallet
1.2. Pellissier
2. Semantik in Frankreich vor 1897: Zwischen Logik und Biologie
3. Bréals Streben nach einer psychologisch begründeten Semantik (1866-97)
3.1. Historische Aspekte
3.2. Kognitive Aspekte
3.3. Synchronische Aspekte
3.4. Pragmalinguistische Aspekte
Literaturverzeichnis
Stéphanie Benoist
Jeder der drei Linguisten hat die Geschichte der Sprachwisschenschaft stark geprägt: Bréal gilt als Vater der Semantik, Meillet als Gründer der Soziolinguistik und Guillaume als Entdecker einer „Psychomechanik der Sprache“. Ziel dieses Aufsatzes ist es, die Verbindungen zwischen Bréal, Meillet und Guillaume zu untersuchen. Dabei werden verschiedene Aspekte ihrer Schriften ausgewählt: die Opposition zwischen Diachronie und Synchronie, die Rolle der linguistischen Gesetze, das Streben nach einem theoretischen System, die soziale oder psychische Dimension der Sprache, die Rolle der Grammatik innerhalb der Semantik und schließlich die unterschiedlichen Auffassungen über signifiés. Dabei wird deutlich, dass es enge Beziehungen, aber keine ungebrochene Kontinuität zwischen Bréal, Meillet und Guillaume gibt.
Inhalt:
1. Einleitung
2. Diachronie vs. Synchronie
3. Suche nach linguistischen Gesetzen und Theoriebildung
3.1. Breals semantische Gesetze
3.2. Systematisierung bei Meillet
3.3. Weiterentwicklung bei Guillaume
4. Soziale und psychische Dimension der Sprache
5. Grammatikalische und lexikalische Semantik
6. Drei Auffassungen des signifié
7. Schlussfolgerung
Literaturverzeichnis
Umberto Eco
Die Fülle an Definitionen des Begriffs ,Semantik’, von denen einige miteinander unvereinbar scheinen, lässt uns häufig in Verlegenheit geraten, wenn wir vor studentischem Publikum stehen und erklären müssen, dass unsere wissenschaftlichen Disziplin ein wenig einem Land ähnelt, in dem ein Teil der Bevölkerung etwas als rot bezeichnet, was der andere Teil der Bevölkerung weiß nennt und umgekehrt. So muss jedes Mal, wenn man das Wort rot benutzt, ein Apex oder ein Pedex hinzugefügt werden, so als ob man sagen wollte rot1 im Sinne von ... Aber obwohl es viele Bedeutungen von Semantik gibt, sind diese doch leichter miteinander vereinbar, als es den Anschein hat.
Inhalt:
1. Einleitung
2. Verschiedene Bedeutungen von ,Semantik’
3. Enzyklopädische Stichwörter
4. Macht der Begriff ,Bedeutung’ überhaupt noch Sinn?
5. Identifikation von Bedeutung und Synonymie
6. Wahrheitsfunktionale Semantiken
7. Bedeutung, Referent, Referenz
Literaturverzeichnis
Christine Schowalter
Im Jahr 1980 gelang Lakoff / Johnson mit ihrem Werk Metaphors we live by ein innovativer Forschungsansatz im Bereich der Kognitiven Linguistik. Sie begriffen die Metapher nicht mehr nur als schmückendes Beiwerk, sondern vielmehr als ein konzeptuelles System, das unser gesamtes Denken strukturiert. Doch schon 1897 verweist der in Landau geborene Michel Bréal in seinem Essai de Sémantique anhand zahlreicher Beispiele darauf, dass sich im Grunde jedes Wort auf eine Metapher zurückführen lässt. Inwieweit Michel Bréal also schon Ende des 19. Jahrhunderts den Forschungsansatz von Lakoff / Johnson vorweg genommen hat, soll hier näher analysiert werden.
Inhalt
1. Die Allgegenwart der Metapher
2. Wort und Kontext
3. Metaphernkonzept und konstruierte Wirklichkeit
3.1. Metaphernkonzepte
3.2. Konstruierte Wirklichkeit
4. Zusammenfassung
Literaturverzeichnis
Gudrun Held
Ausgehend von M. Bréals Ausführungen zur historischen Semantik reflektiert der Beitrag die Bedeutungsproblematik im Licht des multimodalen Texts, wie er heute in den Printmedien üblich ist. Anhand von ausgewählten Werbeanzeigen in italienischen Wochenzeitschriften wird gezeigt, wie Bedeutungen gerade im gezielten Zusammenspiel zwischen Bild- und Sprach-Code in unterschiedliche Lesarten aufgespalten werden, zwischen diesen oszillieren und sie mit spezifischem Mehrwert überlagern. Solcherart semantisch dichte Texte ködern die Aufmerksamkeit der Rezipienten und verwickeln sie in eine explorative Semiose, wobei im gezielten Abgleich zwischen den Codes und dem beworbenem Produkt Bewusstseinsprozesse wachgerufen werden, die der von Bréal unter historischem Blickpunkt aufgezeigten Phänomenologie gleichen. So werden zum einen verblasste Wandelserscheinungen revitalisiert und Metaphern remotiviert, zum andern aber die Mehrfachbedeutung oder Polyfunktionalität unterschiedlich ins Spiel gebracht, wobei es für die stets mit Aha-Effekt quittierte Rezeption unbedeutend ist, ob es sich um Polysemie, Kontextvariation oder Homonymie handelt. Die nachhaltige Wirkung solcher gezielt konstruierter und designter Sprach-Bild-Texte liegt im Bruch der Arbitrarität konventioneller Zeichenbeziehungen, was eine Erhöhung der Autoreferentialität der Zeichen und damit eine größere Anschaulichkeit des Textes auf allen Zeichenebenen zur Folge hat.
Inhalt:
1. Einleitung
2. Von der Mehrfachbedeutung zur Polysemie – synchrone Konsequenz diachroner Prozesse
3. Polysemie – Spielform multimodaler Inszenierung
4. Polysemie – Spielfeld reizvoller Werbetexturen
4.1. Lexikalische Polysemie?
4.2. Spielarten der Kontextvarianz oder Bedeutungselastizität
4.3. Zur Resemantisierung von Phraseologismen
4.4. Die Mehrfachbedeutung in Verbindung mit anderen rhetorischen Mitteln
4.5. Homonymie = Polysemie?
5. Bréals Vision – Schlussüberlegungen zum multimodalen Bedeutungsspiel
Literaturverzeichnis
Jiri Panyr
Das Forschungsfeld des Semantic Web zeichnet sich durch einen gewissen begrifflichen Autismus aus, der auch dadurch charakterisiert werden kann, dass häufig eine willkürliche Übernahme von Begriffen aus anderen, benachbarten Fachgebieten zu beobachten ist, ohne dass deren ursprüngliche Bedeutung berücksichtigt wird. Die diachronische Semantik Bréals bekommt bei der Identifizierung und Beseitigung der so entstandenen Mehrdeutigkeiten und terminologischen Inkonsistenzen eine neue Funktion. Die Korpuslinguistik, die durch Chomskys Absage an die behavioristische und taxonomische Linguistik der 1950er Jahre verdrängt wurde, bietet sich dabei als ergänzendes Hilfsmittel an. Dieser Gedanke soll in den folgenden Abschnitten weiter ausgeführt werden.
Inhalt:
1. Einleitung
2. Bréals diachronische Semantik und Korpuslinguistik
3. Begriffsunschärfen im Semantic Web
4. Schlussbemerkung
Literaturverzeichnis
Françoise Hammer
Nachdem auf französischer Seite mangelnde Sprachkenntnisse für die Niederlage Frankreichs im deutsch-französischen Krieg 1870 mitverantwortlich gemacht wurden, setzte eine Neuorganisation des Fremdsprachenunterrichts ein, an der Michel Bréal maßgeblich beteiligt war. Die Lektüre seines Buches De l'enseignement des langues vivantes (1893) erlaubt einen Blick auf den weiten Weg, den die Fremdsprachendidaktik seitdem zurückgelegt hat. Dabei werden Bréals pädagogisches Talent und seine innovativen Gedanken deutlich, von denen viel in die moderne Didaktik eingegangen ist.
Inhalt:
1. Einführung
2. Ansichten über Bréal
3. Bréal – ein Revolutionär?
3.1. Das Unterrichtswesen in Frankreich 1870
3.2. Die neue Methode
3.3. Aussprache und Spracherwerb
3.4. Die phrases-types
3.5. Vokabular und Grammatik
3.6. Lesen im Unterricht
3.7. Erste Bilanz
4. Bréal – ein Reaktionär?
4.1. Die Übersetzung
4.2. Bildungswert und Sprachen
5. Die Freude als pädagogisches Prinzip
6. Zusammenfassung
Literaturverzeichnis
Fernand Carton
Michel Bréal, der bereits als Experte für indoeuropäische Sprachen und vergleichende Grammatik anerkannt war, richtet seinen Blick unversehens auf die modernen Methoden der experimentellen Phonetik und des Fremdsprachenlernens. Damit gibt er seiner wissenschaftlichen Karriere zu einer Zeit, als theoretische Erkenntnisse und technische Innovationen an der Tagesordnung waren, eine neue Richtung. Wir wollen hier aufzeigen, welchen Einfluss er insbesondere auf die Forschung von Abbé Rousselot ausgeübt hat.
Inhalt:
1. Michel Bréal und die experimentelle Phonetik in Frankreich
2. Michel Bréal als Terminologe: auch die moderne Phonetik verdankt ihm seinen Namen
3. Michel Bréal und die Entwicklung der Sprachpädagogik
4. Die ersten Phonetiklabore in Frankreich
Literaturverzeichnis
Pierre Boutan
Michel Bréal war eine Koryphäe der französischen Sprachwissenschaft seiner Zeit und zugleich, was heute weitaus weniger bekannt ist, auch ein Experte in Bildungsfragen. Er machte mit Deutschland seine ganz persönlichen Erfahrungen und erkannte dort das konkrete Vorbild dafür, wie aus einem Besiegten – allein aufgrund seiner Bildung – ein Sieger werden konnte. Es war für ihn selbstverständlich, die Ursachen für diesen Vorsprung zu erforschen – und daraus für die großen modernen Staaten die Konsequenzen abzuleiten: nämlich insbesonders wieder für die einstige Nähe zwischen Wissenschaftlern und Pädagogen einzutreten. Die Bewunderung für Deutschland war aber trotz alledem nicht unkritisch, denn Bréal sorgte sich stets um die nationalistischen Tendenzen – eine Sorge, die sich dann auch bewahrheiten sollte.
Inhalt:
0. Einleitung
1. Bréal und Deutschland
2. Vergleich des französischen und deutschen Schulsystems
3. Ein nicht ganz fehlerfreies Vorbild
4. „Die Sprache als Erzieherin der Menschheit“
Literaturverzeichnis
Hans W. Giessen
Der bibliografische Überblick beruht im Wesentlichen auf Recherchen in der Bibliothèque Nationale de France in Paris sowie auf Zitationen in gesichteter Literatur; zudem habe ich dankenswerterweise Hinweise von Pascale Rabault-Feuerhahn und Dieter Steinbauer erhalten. Nicht jede Literaturangabe konnte im Original eingesehen werden. Natürlich wurden alle Angaben, soweit möglich, gegengeprüft. Dennoch muss dieser Überblick unter einem gewissen Vorbehalt gesehen werden. Ich habe Lücken oder auch Ungewissheiten mit Fragezeichen versehen, allerdings dort darauf verzichtet (auch dann, wenn ich sie selbst nicht kontrollieren konnte), wo verschiedene Angaben koheränte Informationen geliefert haben.
Das Ordnungsprinzip dieses bibliografischen Überblicks orientiert sich am Veröffentlichungsdatum; der bibliografische Überblick ist also nach Jahren gegliedert. Innerhalb des jeweiligen Jahres unterscheiden arabische Ordnungszahlen die jeweiligen Einzelpublikationen.
Michel Bréal hat in der Regel Artikel mehrfach in unterschiedlichen Kontexten publiziert; selbst beim Essai de Sémantique von 1897 handelt es sich im Großen und Ganzen um eine Sammlung teilweise bereits publizierter und überarbeiteter Forschungsarbeiten. Um die Arbeitsweise Bréals deutlich werden zu lassen, habe ich am Ende jeder Literaturangabe auf andere Veröffentlichungen des jeweiligen Artikels verwiesen. Die Verweise, die mit Hilfe der Jahres- und Ordnungszahl zum jeweiligen Vergleichartikel leiten, betreffen auch Übersetzungen und geringfügig veränderte Versionen.
Redaktionsschluss dieser Bibliografie war der 26. März 2007, der 175. Geburtstag Michel Bréals.